Wachstum und Ernährung

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Ernährung

Ernährung

Fütterung ist viel mehr als nur satt werden. Eine hundegerechte, ausgewogene Ernährung legt den Grundstein für ein langes, vitales Hundeleben.

Aber wie füttert man richtig? Was ist bei einer Aufzuchtnahrung zu beachten? Wann und wie oft wird ein junger Hund gefüttert?

Ernährung des Welpen

Das Wohlbefinden Ihres kleinen Welpen sowie seine gesunde Entwicklung zu einem fröhlichen, aufmerksamen, vitalen Hund hängt wesentlich von seiner Ernährung ab. Sie übernehmen die grosse Verantwortung, ihn seinem Bedarf entsprechend zu versorgen. Fragen Sie bei Ihrem Züchter schon vor dem Abholtag nach, was der Welpe bisher gefressen hat oder bitten Sie darum, dass man Ihnen einen Futtervorrat für die erste Woche mitgibt. Beurteilen Sie kritisch, ob die bisherige Nahrung dem Alter und der zu erwartenden Endgrösse Ihres Hundes entspricht. Füttern Sie in jedem Fall die ersten Tage die gewohnte Nahrung, stellen Sie dann gegebenenfalls langsam auf eine neue Nahrung um. Ihr Tierarzt oder Ihr Fachhändler beraten Sie gern.

Futterumstellung

Futterumstellung

Fütterungsfrequenz

Fragen Sie bitte auch, wie oft am Tag Ihr Welpe bisher gefüttert wurde. Je jünger Ihr Hund ist, desto mehr Mahlzeiten sollten Sie über den Tag verteilen.

Welpen

Fütterungsfrequenz Welpen

 

Ausgewachsene Hunde

Fütterungsfrequenz Hunde

 

Fütterungsarten

Selbst zubereitete Mahlzeiten

Sollten Sie die Mahlzeiten für Ihren Welpen selbst zubereiten, sind dabei einige wichtige Grundsätze zu beachten. Der Nährstoffbedarf des wachsenden Hundes unterscheidet sich je nach der zu erwartenden Endgrösse, die einzelnen Nährstoffe müssen auf den Hund abgestimmt sein. Deckt zum Beispiel der Mensch einen grossen Teil seines Energiebedarfs über Kohlenhydrate, also pflanzliche Nährstoffe ab, so ist dies beim Hund nicht möglich. Selbst wenn Sie, und dies wäre unverzichtbar, die Stärke durch Kochen gut aufschliessen, würde ein zu hoher Anteil an Gemüse und Getreide zu Verdauungsstörungen führen. Besonders bei grosswüchsigen Hunden darf aber auch der Energiegehalt, also der Anteil der Fette und Öle, nicht zu hoch sein.

Daher empfiehlt es sich, auf die Erfahrung und das Wissen einer industriell gefertigten Markentiernahrung zurückzugreifen.

Nassfutter

Nassfutter enthält durchschnittlich 80 % Wasser und wird üblicherweise in Dosen oder in Schalen angeboten. Allerdings ist diese Nahrung häufig nicht unbedingt auf den Bedarf im Wachstum abgestimmt, schon gar nicht auf den unterschiedlichen Bedarf, den zum Beispiel ein Schäferhund gegenüber einer Dogge oder einem West Highland White Terrier hat.

Trockennahrung

Trockennahrung hat einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 9 %. Aufgrund seiner hohen Nährstoffkonzentration ist Trockenfutter ökonomisch und praktisch. Sie bieten dem Hund die einzelnen Mahlzeiten trocken oder mit Wasser angefeuchtet an. Frisches Wasser stellen Sie in einem separaten Napf daneben. Die einzelnen Rationen sind bei dieser Nahrungsart, angepasst an den kurzen Verdauungstrakt des Hundes, sehr klein. Da insbesondere Premium-Trockennahrung sehr hoch verdaulich ist, setzt der Hund nur geringe, feste Kotmengen ab. Es gibt Trockennahrungen, die speziell auf den Bedarf der Hunde je nach Endgrösse abgestimmt sind und so den Grundstein für ein vitales, langes Hundeleben legen.

 

Fütterungsregeln

Unabhängig von der Art und Marke der Nahrung sollten Sie schon vor der Ankunft Ihres neuen Hundes einige Regeln mit der gesamten Familie vereinbaren:

  • Unser Hund bekommt keine Essensreste, denn sie könnten zu Verdauungsstörungen führen.
  • Unser Hund wird immer erst nach unseren Mahlzeiten gefüttert, denn das entspricht seinem natürlichen Verständnis vom Fressritual innerhalb eines Rudels.
  • Unser Hund bekommt seine Leckerchen nur aus der Vorratsdose, in die täglich ein Teil seiner Tagesmenge an Kroketten abgefüllt wird, denn sonst wird er zu schwer und wir schaden seiner Entwicklung.
  • Unser Hund darf ungestört seine Mahlzeit zu sich nehmen, aber die erwachsenen Familienmitglieder nehmen ihm ab und an seinen Fressnapf kurz noch einmal weg, denn ein Rudelführer darf das und daran wollen wir unseren Hund erinnern.
  • Unser Hund frisst seine Mahlzeiten zwar in Ruhe, aber ohne Pausen. Wenn er den Fressnapf verlässt, nehmen wir ihn weg. Dabei beachten wir unseren Hund nicht und verhalten uns, als wäre es uns gleichgültig, ob unser Hund frisst oder nicht. Denken Sie daran: Ein Hund wird zum schlechten Fresser erzogen!
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