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Willkommen Hund Welpen Welpen Die Ankunft des Welpen

Welpen

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Wer ist letztendlich aufgeregter? Die Familie, die sich seit langem auf den Einzug des neuen Hausgenossen freut, oder dann doch der Welpe, der sich plötzlich nicht nur von Mutter und Geschwistern getrennt sieht, sondern auch noch in eine völlig neue Umgebung versetzt wird.
Andere Stimmen, neue Gerüche, eine völlig neue Welt stürmt auf den Welpen ein. Deshalb sollte die Ankunft gut vorbereitet sein.
Vorbereitung

Vorbereitung

Liegeplatz

Wo soll der Hund seinen Schlafplatz haben? Suchen Sie einen Platz aus, von dem aus Ihr Hund das Familienleben beobachten kann. Der Liegeplatz sollte zugfrei sein und so gelegen, dass der Vierbeiner nicht im Weg liegt. Dorthin kommt, je nach Geldbeutel, eine Hundedecke, ein Korb, eine Kunststoffschale, ein Hundekissen oder auch eine Kombination dieser Dinge. Alles sollte gut zu reinigen bzw. zu waschen sein.
Vergessen Sie bitte auch nicht, dass Welpen zwar kleine, aber dennoch äusserst wirksame Zähne haben. Damit beissen sie schneller als Sie gucken können ein Loch in das neue Hundekissen und unzählige Kunststoffkügelchen verteilen sich überall.Für den Anfang also lieber etwas einfacher, dafür aber "bissfest"!

Näpfe

Sie brauchen für Ihren Welpen zwei Näpfe, einen für das Wasser, einen für das Futter. Besonders der Wassernapf sollte fest stehen. Als Material haben sich Edelstahl oder schwere, bruchsichere Keramiknäpfe bewährt. Der Napf soll einfach zu reinigen sein.

Transportbox

Für die Autofahrten finden Sie im Fachhandel zweckmässige Hundeboxen. Wählen Sie sie so, dass auch der ausgewachsene Hund bequem darin liegen und stehen kann. Die Box sollte auch nicht zu schwer sein, damit man sie allein aus dem Auto heraus- und wieder hineinheben kann. Hundeboxen können auch gute Dienste beim Sauberkeitstraining leisten.
Spielsachen
Junge Hunde spielen gern. Bälle, mit oder ohne Schnur zum Werfen, Quietschfiguren, geknotete Seile oder Kunststoffknochen zum Kauen - die Auswahl ist riesig.
Halsband und Leine
Ein Halsband und eine Leine braucht ein Welpe in den ersten Tagen nur, wenn Sie direkt an einer Strasse wohnen. Kaufen Sie das Halsband auf Zuwachs. Die Leine sollte für den grossen Hund kurz, für den kleinen Hund etwas länger sein. In jedem Fall empfiehlt sich ein leichtes, nicht zu breites, waschbares Material.

Abholen des Welpen

Ausgerüstet mit einer weich ausgepolsterten Box, einem Napf und einer Flasche Wasser fahren Sie, am besten früh morgens, Ihren Welpen abholen.
Beim Züchter nehmen Sie sich Zeit. Versuchen Sie zumindest gut zuzuhören, was man Ihnen alles an Informationen über Ihren Hund, sein Verhalten, seine Besonderheiten, Fütterung, Impfungen und die letzte Entwurmung mitteilt. Ihr Züchter wird Ihnen das Futter für die ersten Tage mitgeben, damit zum Wechsel der Umgebung nicht noch der Stress einer Fütterungsumstellung hinzukommt. Bei allem Staunen über die Fortschritte, die Ihr Welpe seit Ihrem letzten Besuch gemacht hat, sollten Sie nicht vergessen, ihn noch einmal genau und kritisch anzuschauen:

  • Sind die Augen klar und frei von Ausfluss, die Ohren sauber?
  • Ist der Hund am After auch nicht verschmutzt?

Teilen Sie das Fell, damit Sie bis auf die Haut schauen können: Ist sie rosig und geschmeidig, frei von Einstichstellen? Auch Welpen können schon Flohbefall haben! Streichen Sie mit der flachen Hand über den Bauch, damit Sie fühlen, ob ein Nabelbruch vorliegt.
Wenn Sie einen kleinen Rüden abholen, kontrollieren Sie, ob beide Hoden "abgestiegen" sind.

 

Die Heimfahrt

Die Trennung von Mutter und Wurfgeschwistern, Abschied von der Züchterfamilie und der bisherigen Umgebung - das ist ein Einschnitt im noch so jungen Leben eines Welpen. Damit Ihr Hund die erste Autofahrt nicht mit diesem Abschied verbindet, machen Sie viele kleine Pausen auf dieser ersten Fahrt. Steigen Sie kurz aus, spielen Sie mit dem Welpen, lassen Sie ihn ein bisschen rumlaufen, schnüffeln und bieten Sie ihm Wasser an. Keine Sorge, er wird nicht weglaufen. Nach dieser kleinen Ablenkung kann die Fahrt dann weitergehen.

 

Ankunft im neuen Heim

Die Ankunft eines jungen Hundes ist ein Grund zur Freude, aber sie ist kein Grund, eine Party zu feiern! Freunde, Verwandte und Nachbarn können den jungen Mitbewohner gerne nach ein paar Tagen begrüssen. Zunächst sollte Ihr Welpe ausreichend Zeit erhalten, Sie, Ihre Familie und die neue Umgebung kennen zu lernen.
Zeit sollten auch Sie haben und deshalb den Welpen zu Beginn eines verlängerten Wochenendes abholen, besser noch, Sie nehmen sich ein paar Tage Urlaub. In den nächsten Abschnitten werden Sie sehen, dass Ihre volle Aufmerksamkeit von Nöten ist.

 

Begegnung mit anderen Haustieren

Sie haben schon einen Hund, dann holen Sie den "Neuzugang" gemeinsam ab. Setzen Sie beim Züchter den Welpen zuerst ins Auto, dann erst springt Ihr Hund in seine Transportbox. Bis Sie zu Hause sind, hat er sich bereits an den Geruch des Welpen gewöhnt und wird bald begeistert die Elternrolle übernehmen.
Katzen wissen sich Respekt zu verschaffen und ein unkompliziertes Zusammenleben stellt sich bald problemlos ein.

 

Sauberkeitstraining

Lassen Sie Ihren jungen Hund nach der Autofahrt zunächst an dem Platz schnüffeln, an dem er sich in der nächsten Zeit sauber machen soll. Im Idealfall hatte Ihr Welpe beim Züchter Gelegenheit, sein "kleines und grosses Geschäft"auf natürlichem Boden, Rasen, Erde oder Sand zu verrichten. Fragen Sie vor dem Abholen danach und bringen Sie Ihren Kleinen entsprechend auf den Rasen oder in ein Beet. Ein Welpe wird den Boden suchen, den er bisher gewohnt war. Zu genau dieser Stelle führen Sie Ihren Hund auch nach jeder Mahlzeit und nach jedem Schlaf. Dazwischen heisst es aufpassen und genau beobachten, ob der Kleine unruhig wird.
Ein zweiter Grundsatz wird Ihnen das Sauberkeitstraining erleichtern: Hunde beschmutzen nur im Ausnahmefall ihr eigenes Lager. Ziel ist es, dass Ihr Welpe Ihre gesamte Wohnung, das Haus, später den Garten und alle Innenräume als sein Lager erkennt. Lassen Sie Ihren Neuzuwachs deshalb zunächst nur in einen Raum, vielleicht in Ihre Küche, und erweitern Sie allmählich sein Territorium. Ein unbeachteter Welpe, der sich ins Wohnzimmer verzieht und sein Häufchen auf den besten Teppich setzt, handelt aus seiner Sicht genau richtig. Nun kann aber kaum jemand ständig einen so kleinen Racker im Auge behalten. Für diese Situationen und für die Nacht können Sie Ihre Transportbox ins Haus holen. Füttern Sie Ihren Hund regelmässig in der Box, damit in keinem Fall bei Ihrem Hund der Gedanke an eine Strafe aufkommt. Sie werden sehen, in so einer Höhle fühlen sich alle Hunde "pudelwohl". Wird der Hund nun in dieser Box unruhig, bringen Sie ihn direkt zum bekannten Löseplatz.

In der Regel ist bei Beachtung dieser Grundsätze das Thema in wenigen Tagen erledigt.
Und wenn nun doch ein Malheur passiert und der Teppich von einer kleinen "Tretmine "oder einer "Pfütze" verziert ist? Da kommt es ganz auf den Zeitpunkt an: Erwischen Sie den Übeltäter noch "bei der Tat", dürfen Sie Ihrem Ärger freien Lauf lassen und unter Schimpfen mit ihm nach draussen gehen. Finden Sie nur das Ergebnis vor, heisst es, Unmut runterschlucken und stillschweigend sauber machen. Ganz so, als wäre nichts passiert. Aber wirklich stillschweigen und gar nicht mit dem Hund sprechen, sonst könnte er es als Zuwendung verstehen. Beim nächsten Mal heisst es dann besser aufpassen und lieber einmal zu oft nach draussen gehen.

 

Die ersten Nächte

Die ersten Nächte brauchen nicht vom Weinen und Wimmern des Welpen geprägt sein. Bisher konnte der kleine Hund sich nachts an die Geschwister kuscheln, nun soll er auf einmal allein schlafen. Jeder Hund sollte lernen, allein zu bleiben, nachts oder auch tagsüber. Ihr Hund muss das Vertrauen haben, dass Sie immer wieder zurückkommen. Die ersten Nächte sind denkbar ungeeignet, um das zu üben. Lassen Sie Ihren Welpen auf seiner Decke, einfacher noch in der Box oder in einer Kiste neben Ihrem Bett schlafen. Klettertouren ins Bett unterbinden Sie konsequent, indem Sie den Kleinen immer wieder zurückschieben und nur unten in der Box streicheln. Nach einigen Tagen steht die Box dann nicht mehr neben Ihrem Bett, sondern ein paar Meter entfernt. Schneller als Sie denken, haben Sie so nach und nach den Hund an seinen endgültigen Schlafplatz gewöhnt.

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