Katze beim Tierarzt
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Katze beim Tierarzt

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Katze beim Tierarzt

Der Besuch beim Tierarzt

Sie sind für den Schutz Ihrer Katze vor vermeidbaren Erkrankungen verantwortlich. Dazu gehören regelmässige Schutzimpfungen und Gesundheitskontrollen durch den Tierarzt.
Ein aktueller Impfausweis ist Voraussetzung für den Besuch einer Ausstellung sowie für Auslandsreisen.

Die Wahl des Tierarztes

Hier nun einige Empfehlungen für die richtige Auswahl Ihres Tierarztes, falls Sie nicht schon eine Praxis Ihres Vertrauens haben.
Zu den Auswahlkriterien gehören natürlich die einfache Erreichbarkeit der Praxis sowohl für regelmässige Untersuchungen, vor allem aber auch für die eventuelle Inanspruchnahme eines Notdienstes.
Die hauptsächlichen Kriterien sind:

  • Ihr Vertrauensverhältnis zu Ihrem Tierarzt
  • die Nähe zu Ihrer Wohnung
  • Sauberkeit und Allgemeinzustand der Praxis
  • das Interesse des Tierarztes an Ihrer Katze
  • die Erinnerung der Patientenbesitzer an erforderliche Impfungen
  • die Ausstattung der Praxis für Notfälle oder Operationen
  • Erreichbarkeit in Notfällen

Der Tierarztbesuch

Nach dem Kauf: Bei diesem Besuch lernt der Tierarzt Ihre Katze, aber auch die Katze den Tierarzt kennen. Ohne die Notwendigkeit einer unter Umständen unangenehmen Untersuchung kann das Jungtier die fremde Umgebung kennen lernen und angenehme Erfahrungen machen.
Wenn Sie Ihre Katze nicht bei einem Züchter gekauft, sondern vielleicht geschenkt bekommen haben, sollte in jedem Fall eine gründliche Allgemeinuntersuchung durchgeführt werden.

 

Impfungen für Ihre Katze

Ihre Katze kann gegen verschiedene Erkrankungen geimpft werden:

  • Katzenseuche (Feline Parvovirose)
  • Katzenschnupfen
  • Leukose
  • Tollwut

Auch eine Impfung gegen die infektiöse Bauchfellentzündung (FIP) ist inzwischen möglich. Im Alter von acht Wochen wird Ihre Katze in der Regel zum ersten Mal geimpft.
Im Alter von zwölf Wochen erfolgt dann eine Auffrischungsimpfung (Boostereffekt). Bitte besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt einen genauen Impfplan. Nach den Erstimpfungen der jungen Katze sollten auch bei der ausgewachsenen Katze jährliche Wiederholungsimpfungen erfolgen.

Die Kastration

Katzen sind fruchtbare Tiere und vermehren sich schnell. Leider gibt es heute viel mehr Katzen als private Haushalte, die bereit sind eine Katze aufzunehmen. Sollten Sie nicht die Absicht haben mit Ihrer Katze zu züchten, so sollten Sie sich für eine Kastration des Tieres entscheiden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über den richtigen Zeitpunkt für den Eingriff.

 

Parasiten

Unterschieden werden muss zwischen:

Endoparasiten (leben im Tier)
Ektoparasiten (leben auf dem Tier)

Endoparasiten
Würmer oder Protozoen befallen vor allem Jungtiere, sie sind hierfür wesentlich anfälliger als ausgewachsene Katzen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über eine Entwurmung sowie andere erforderliche Behandlungen. Er gibt Ihnen geeignete Präparate und berät Sie bei der richtigen Anwendung.
 

Jungtierentwurmung
Entwurmen Sie Ihr Katzenjunges in regelmässigen Abständen. Ihr Tierarzt berät Sie gern. Zwei verschiedene Arten von Würmern treten bei Jungtieren besonders häufig auf: Der Spulwurm nistet sich im Dünndarm ein. Die Katzenwelpen infizieren sich i.d. R. über die Muttermilch. Diese Wurmart kann durch ihre Eier im Kot der Katze nachgewiesen werden. Bandwürmer setzen sich an den Darmwänden fest und verursachen Blähungen und Durchfall. Starker Befall kann sich auch durch Veränderungen im Fell bemerkbar machen. Die einzelnen Bandwurmglieder kann man ebenfalls durch eine Kotuntersuchung nachweisen.
 

Protozoen
Bei jungen Katzen treten vor allem zwei Arten auf:
- Giardien setzen sich in der Darmschleimhaut fest, sie verhindern eine gesunde Verdauung. Es kommt zu Durchfall und zu einer allmählichen Abmagerung
- Coccidien führen nicht unbedingt zu erkennbaren Symptomen. Ihr Tierarzt kann einen erhöhten Befall jedoch nachweisen und eine entsprechende Behandlung einleiten
 

Ektoparasiten
Hierzu zählen z.B. Flöhe, Zecken oder Ohrmilben.

Flöhe
Flöhe verursachen bei der Katze einen heftigen Juckreiz. Von Flöhen befallene Katzen kratzen, reinigen und lecken sich ständig. Es kann auch zu allergischen Hautreaktionen auf den Flohspeichel kommen (Flohbissallergie). Prophylaxe und Behandlung des Flohbefalls darf sich nicht nur auf das Tier beschränken, sondern muss sich auch auf die Umgebung der Katze erstrecken. Bitte bedenken Sie auch, dass Flöhe Zwischenwirt für Bandwürmer sind. Bitten Sie Ihren Tierarzt um einen Plan für die Flohbehandlung bzw. -prophylaxe.

Zecken
Zecken befallen Ihre Katze bei ihren Streifzügen durch die Natur. Sie saugen Blut und können am Ort des Bisses Entzündungssymptome wie Rötung und Schwellung hervorrufen. Einzelne Zecken können mit einer speziellen Zeckenzange entfernt werden. Ihr Tierarzt zeigt Ihnen sicher gerne, wie man am besten dabei vorgeht. Beim Tierarzt erhalten Sie auch geeignete Präparate zur Prophylaxe und Behandlung eines massiven Zeckenbefalls.

Ohrmilben (Otodectes cynotis)
Diese Milbe ist weltweit verbreitet. Der Milbenbefall erfolgt durch Kontakt mit infizierten Tieren oder Kontakt mit „vermilbten“ Gerätschaften. Insbesondere ältere Katzen, die selbst keine Anzeichen einer Erkrankung zeigen, sind häufig Infektionsquelle für jüngere Katzen. Zu den Symptomen gehören: Juckreiz der Ohren und Kopfschütteln. In den Ohren findet man dunkle Ablagerungen, Ekzembildungen und einen eitrigen, übelriechenden Ausfluss, der mit Krusten- und Borkenbildung einhergeht.
Sekundär-infektionen können das Krankheitsbild verschlimmern. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die Behandlung Ihrer Katze.

Beträufeln Sie niemals eine Zecke mit Öl oder quetschen Sie sie beim Herausziehen. Die Zecke wird sonst in Panik evtl. ihren, für die Katze giftigen, Speichel absetzen.

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