Katzenbabys
Willkommen Katze Kitten Katzenbabys (Kitten)

Kitten

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Katzenbabys (Kitten)

Auf tapsigen Pfoten laufen sie durch die Welt und beobachten mit ihren grossen neugierigen Augen alles um sie herum: Katzenbabys, auch Kitten genannt. 

To Do’s vor dem Kitten

Die Entscheidung, ein Katzenbaby aufzunehmen, sollte nicht leichtfertig getroffen werden. Ein Kitten ist nicht einfach nur eine Sache, welche in die Wohnung geholt wird. Vielmehr ist es eine Entscheidung, ein neues Familienmitglied aufzunehmen und für viele Jahre die Verantwortung für das flauschige Geschöpf zu übernehmen.

Es gibt einige Punkte, die wohl durchdacht werden sollten, bevor ein Katzenbaby aufgenommen wird.

Lebenserwartung

Eine Katze kann bis zu 20 Jahre alt werden. Das ist eine lange Zeit, in welcher die schnurrende Fellnase viel Freude bringt, aber eben auch Arbeit. Es sollte darüber nachgedacht werden und ehrlich geantwortet werden. Ist die Bereitschaft da, für bis zu 20 Jahre das Leben mit der Katze zu teilen?

Arbeit

Eine Katze ist Familienmitglied, Zuhörer, Kuschelpartner und Spassbringer. Doch bringt eine Mieze auch Arbeit mit sich. Der Futternapf ist zu reinigen und zu befüllen, die Katzentoilette muss gesäubert werden, es fallen Tierarztbesuche an und zumindest bei Freigänger-Katzen ist der Besitzer nicht selten auch Portier. 

Unordnung

Auch bedeutet eine Katze ab und an eine gewisse Unordnung. So finden sich Katzenhaare hier und dort, es liegt Spielzeug herum und so manches fellnasige Exemplar frisst sein Futter lieber neben dem Napf als darin. 

Verantwortung

Eine Katze bedeutet Verantwortung. Das heisst auch, spontane Ferientrips gehören der Vergangenheit an. Zumindest dann, wenn man nicht ein liebes Familienmitglied oder Freunde hat, die in dieser Zeit gerne nach dem Fellknäuel sehen und sich um die Katze kümmern. Denn Katze oder Kater einfach für die Zeit der Abwesenheit alleine und sich selbst zu überlassen, ist ein absolutes No Go. Zwar ist eine Katze selbstständiger als andere Haustiere, ganz alleine jedoch leidet sie ebenso wie jedes andere Tier. Man ist also auch mit einer Katze in gewisser Weise gebunden.

Das alles sind Faktoren, welche bedacht werden sollten, bevor man ein Kitten aufnimmt. Babykatzen sind in ihrer Tapsigkeit und mit ihren grossen Augen süss und niedlich, doch werden auch sie grösser und entwickeln, wie der Mensch auch, so ihre Eigenheiten.

Woher kommen die Katzenbabys?

Ist die Entscheidung für ein Kitten gefallen, stellt sich nun eine weitere Frage. Woher soll das Kätzchen sein?

  • Bauernhof
  • Züchter oder
  • Tierheim?

Bauernhof

Auf fast jedem Bauernhof gibt es Katzen und nur die wenigsten davon sind kastriert. So gibt es auf den Schweizer Bauernhöfen jährlich zahlreiche Katzenbabys. Diese geben die Bauern gerne an liebevolle Katzeneltern ab und das in den meisten Fällen sogar kostenlos. 

Züchter

Fällt die Kitten-Wahl auf eine bestimmte Rasse, so ist der Weg zum Züchter oft das naheliegendste. Dort erhält man zum Katzenbaby oft auch noch eine Abstammungsurkunde. Jedoch haben Zuchtkatzen auch ihren Preis. Und das gerne auch im dreistelligen Bereich.

Tierheim

Last but not least, das Tierheim. Hier landen jährlich unzählige Katzen, darunter auch Kitten. Vorteil des Tierheims: Hier können die kleinen Fellnasen in Ruhe besichtigt und kennengelernt werden. Auch sind Tierheim-Kätzchen oft bereits entwurmt und geimpft, wenn sie mit nach Hause genommen werden können.

Futter und Ausstattung

Natürlich benötigt das Katzenbaby einiges an Ausstattung und selbstverständlich auch Nahrung.

Futter

Was das Futter betrifft, so gibt es von so gut wie allen Herstellern spezielle Futtermittel, welche genau auf die Bedürfnisse von Kitten abgestimmt sind.

Wichtig für die erste Wachstumsphase ist genügend Energie. Junge Katzen müssen wachsen, ihre Organe fertig ausbilden und das Immunsystem aufbauen. Ein Kittenfutter sollte zudem sehr hochverdaulich sein um den noch jungen Verdauungstrakt nicht zu stark zu belasten. Nährstoffe wie Vitamin C, Vitamin E, Lutein und Taurin können helfen die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen.

Es ist ratsam das junge Kätzchen sowohl an Trocken- als auch an Feuchtfutter zu gewöhnen um es mit beiden Texturen bekannt zu machen, dies hilft eine spätere Präferenz für das eine oder das andere zu minimieren. 

Spielzeug

Der Spieltrieb von Katzenkindern ist gross und will befriedigt werden. Beliebt sind Bälle, Rascheltunnel und Fellmäuse, welche im Tierbedarfsgeschäft erhältlich sind. Wichtig: Das Spielzeug sollte frei von Schadstoffen und nicht zu klein sein. Bei zu kleinem Spielzeug besteht die Gefahr des Verschluckens, was im schlimmsten Fall tödlich enden kann. 

Rückzugsort

Auch ein Kätzchen braucht einen Ort ganz für sich allein. Dieser Rückzugsort gibt ihm Geborgenheit, Sicherheit und Ruhe. Hierfür bieten sich Kuschelhöhlen oder auch ein Kratzbaum mit Höhle an. Vorteil des Kratzbaums ist ganz klar das Sisalseil, an welchem sich herrlich die kleinen Krallen schärfen bzw. abwetzen lassen.

Schlafen

Schlaf ist für das Wachstum Ihres Kitten wesentlich. Dabei wechselt sie ab zwischen Leichtschlaf, bei dem sie nach wie vor wachsam ist, und Tiefschlaf, bei dem sie träumt und sich vollständig entspannt. Ihr Schlafmuster entwickelt sich ab einem Alter von 2 Monaten bis sie durchschnittlich zwischen 13 bis 16 Stunden über den Tag verteilt schläft.

  • Respektieren Sie die innere Uhr Ihres Kittens
  • Fördern Sie die Bewegung durch Spielen
  • Wecken Sie Ihr schlafendes Kitten nie auf

Restliche Ausstattung

Neben Kratzbaum und Spielzeug benötigt das Katzenkind noch weitere Ausstattung wie Näpfe und eine Katzentoilette. Näpfe wie Toilette sollten für das Kitten keinen zu hohen Rand haben. Ansonsten kommt es nur schwer an das Futter bzw. an die Katzentoilette. 

Der richtige Zeitpunkt

Natürlich würde der neue Besitzer die kleinen Katzenbabys am liebsten sofort in seine Arme schliessen und mitnehmen. Doch gibt es hier einen Richtwert, welcher eingehalten werden muss. So sollten die Kätzchen mindestens bis zur 10. Lebenswoche bei der Mutterkatze bleiben. Der optimale Zeitpunkt, Muttertier und Kitten zu trennen ist jedoch erst nach der 12. Lebenswoche des Kätzchens. 

Erziehung

Ist das Kitten zu Hause angekommen, geht es an die Erziehung. Dabei geht es vor allem erst einmal darum, dass das Kätzchen stubenrein wird. An sich ist das ganze recht einfach.

Dem Kitten die Katzentoilette zeigen und es hineinsetzen

Anfangs kann es passieren, dass das Kleine das Katzenstreu für Spielzeug hält und erstmal damit spielt. Das ist nicht weiter schlimm. Natürlich kann es auch vorkommen, dass das Katzenklo bei Bedarf nicht gleich gefunden wird. Oberste Regel in diesem Fall: Nicht schimpfen oder bestrafen. Damit erreicht man nichts, ausser im schlimmsten Fall genau das Gegenteil des gewünschten.

Läuft das Kätzchen suchend umher weil es mal muss, kann man es hochnehmen und in die Katzentoilette setzen. So verbindet es bald den Ort mit dem Bedürfnis.

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