Wachstum & Ernährung der Katze
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Wachstum & Ernährung der Katze

Im Wachstum wird die Grundlage für eine lang anhaltende Gesundheit Ihrer Katze gelegt. Bei der Fütterung heranwachsender und ausgewachsener Katzen müssen eine Reihe von Besonderheiten berücksichtigt werden.
Speziell auf diesen Bedarf abgestimmte Nahrung kann garantieren, dass die Katze ausgewogen alles erhält, was sie abhängig von Alter, Rasse und Lebensgewohnheiten braucht.

Die Wachstumsphase der Katze

Das Wachstum Ihres Katzenwelpen können Sie an seiner täglichen Gewichtszunahme ablesen (je nach Rasse 10 bis 30 g Gewichtszunahme pro Tag). Dabei ist es wichtig, die Katze immer zur gleichen Tageszeit zu wiegen.
Vor der Entwöhnung sollte täglich, ab dem 2. Monat einmal wöchentlich, später einmal alle vierzehn Tage gewogen werden.

 

Faktoren, die das Wachstum von Katzen beeinflussen können

Die Besonderheiten der Katze

Rasse: Wie bei den meisten Lebewesen gilt: je grösser die Rasse, desto länger das Wachstum.
 

Geschlecht: Kater haben ein grösseres Wachstumspotential als weibliche Katzen, ihre Wachstumsphase dauert deshalb auch einige Wochen länger und sie werden schwerer.
 

Vererbung: Bei der Geburt bekommt das Katzenjunge seine Gene mit auf den Lebensweg, die eine Hälfte vom Vater, die andere von der Mutter. Vorbestimmte Grösse, Korpulenz und andere morphologische Besonderheiten können daher sein Wachstum beeinflussen.

 

Umwelteinflüsse

Hygiene: Eine nur mittelmässige Hygiene schwächt die Mutter und der ganze Wurf wird dadurch beeinträchtigt.
 

Stress: Wie alle Jungtiere wachsen auch junge Katzen im Schlaf. Auch wenn sie ab zwei Monaten weniger schlafen, spielt die Qualität des Schlafs, seine Tiefe, weiterhin eine bedeutende Rolle.
 

Wichtig: Katzen brauchen den Tiefschlaf für ein gesundes Wachstum. Wecken Sie sie deshalb nie nur so zum Spass.
 

Die Qualität der Ernährung
Obwohl das neugeborene Kätzchen einen Verdauungstrakt hat, der es ihm zunächst nur gestattet, (Mutter-) Milch zu verdauen, verändert sich dieser im Laufe der Entwicklung so, dass die ausgewachsene Katze keine Laktose (Milchzucker) mehr verdauen kann.
Für ein harmonisches Wachstum benötigt das Katzenjunge eine ausgewogene Zufuhr an Proteinen, Fetten, Kohlehydraten, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in einer Form, die auf die Besonderheiten der felinen Physiologie und ihres Verdauungstraktes abgestimmt ist.

 

Verschiedene Arten der Fütterung

Selbst zubereitete Mahlzeiten

Man versteht darunter die von Ihnen selbst zubereitete Nahrung auf der Grundlage z.B. von gekochtem Fleisch, Reis und Gemüse. Die Qualität der Zusammensetzung können Sie selbst kontrollieren. Problematisch ist es, die Ration so zu gestalten, dass Ihr Katzenwelpe alle lebensnotwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge und ausgewogenem Verhältnis zueinander erhält. Die täglich selbst zubereitete Katzennahrung ist wesentlich teurer als ein industriell gefertigtes Katzenfutter, verdirbt rascher und erfordert eine gewisse Zubereitungszeit.

Nie nur Fleisch allein

Obwohl die Katze ein strenger Karnivore ist, frisst sie in der Natur nicht nur Muskelfleisch oder Leber. Sie frisst auch die Knochen und Eingeweide ihrer Beutetiere, die oft reine Vegetarier oder Allesfresser sind.

Industriell gefertigte Fertignahrung

 Der hauptsächliche Vorteil dieser Nahrungsmittel liegt in der Gewissheit, dass Ihre Katze alle für ihr gleichmäßiges Wachstum und ihre harmonische Entwicklung erforderlichen Nährstoffe in ausreichender Menge bekommt. Industriell gefertigte Nahrungsmittel werden mit Sorgfalt zubereitet, enthalten dieselben hochwertigen Rohstoffe und unterliegen denselben Hygienevorschriften, die auch für menschliche Nahrung gelten. Außerdem mögen Katzen diese Fertignahrung ganz besonders.

Essensreste

Essensreste gehören nicht auf den Speisezettel Ihrer Katze, wenn Sie sie ausgewogen ernähren wollen. Außerdem wird Ihre Katze dann zukünftig bei Tisch oder während der Zubereitung Ihrer Mahlzeiten betteln, denn sie erkennt am Geruch Ihre Nahrung als ihre eigene!

Nahrungsumstellung

Jede unvermittelte Umstellung der Ernährung kann zu Verdauungsstörungen führen. Ernährungsumstellungen sollten innerhalb einer einwöchigen Übergangsphase erfolgen, in der Sie dem bisherigen Futter langsam die neue Nahrung untermischen.

Feuchtfutter

Feuchtfutter enthält durchschnittlich 80 % Wasser, eine Katze benötigt täglich etwa 300 bis 400 g.

Trockennahrung (Kroketten)

Trockennahrung enthält weniger als 14 % Wasser, in der Regel zwischen 8 und 10 %. Aufgrund seiner hohen Nährstoffkonzentration ist Trockenfutter ökonomisch und praktisch. 40 bis 90 Gramm täglich reichen während des Wachstums Ihrer Katze aus. Katzen lieben es, mehrere, kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu geniessen. Die Kroketten halten sich lange, sind in der Handhabung hygienisch und bleiben bissfest. Trockennahrung lässt sich einfach lagern (kühl, trocken und ohne direkte Sonneneinstrahlung) und portionieren. Dabei ist es empfehlenswert, sich an die auf der Verpackung aufgedruckten Tagesrationen zu halten, so dass eine Über- oder Unterversorgung vermieden wird.

Harngriess

Mit Trockennahrung ernährte Katzen haben nicht häufiger Harnsteine als Katzen, die Nassfutter fressen.

Frisches Wasser

Was immer Sie auch füttern, halten Sie stets einen sauberen Napf mit frischem Trinkwasser bereit.

 

Die Ernährung von Katzenjungen

In den ersten Wochen seines Lebens stellt das Katzenjunge besondere Anforderungen an seine Ernährung, die sich mit dem Heranwachsen verändern.

Katzenjunge bis zum 4. Monat

Ab der 4. oder 5. Woche kann der Katzenwelpe feste Nahrung zu sich nehmen. Diese sollte zuerst in Form von Brei unter Beimischung von warmem Wasser oder spezieller Katzenmilch zubereitet werden. Die Flüssigkeitsmenge kann nach und nach reduziert werden, bis Sie Ihre Katze ganz auf Trockenfutter umgestellt haben.

Katzen ab dem 4. Monat

Nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne bleibt das Verhältnis an unverzichtbaren Nährstoffen für die Wachstumsphase bis zu einem Jahr unverändert. Lediglich die Fütterungsmengen verändern sich und steigen bis zum Alter von etwa einem Jahr an. Aufgrund der speziellen Zusammensetzung ist diese Nahrung auch auf den Bedarf tragender und säugender Katzen optimal abgestimmt und sollte deshalb den Muttertieren angeboten werden.

Die ersten Mahlzeiten

Vermeiden Sie auf jeden Fall eine abrupte Umstellung der Ernährung, da ansonsten Verdauungsstörungen die Folge sein können. Halten Sie, zumindest für einige Tage, an der bisherigen und für die Katze gewohnten Fütterung fest. Fragen Sie den Vorbesitzer oder Züchter nach den bisherigen Fütterungsgewohnheiten der Katze (Anzahl der Mahlzeiten, rationiert oder zur freien Verfügung) und der Art der Ernährung.

Wenn Sie die Ernährung Ihrer Katze umstellen wollen, dann kalkulieren Sie hierfür eine ca. einwöchige Übergangsphase ein, in der Sie langsam von der bisherigen zur neuen Nahrung übergehen. Diese Übergangsphase sorgt für eine harmonische Futterumstellung, und das Risiko von Verdauungsstörungen wird so minimiert.

Futterumstellung

Geben Sie Ihrer Katze grundsätzlich keine Essensreste. Das ist nicht nur ungesund, sondern fördert auch, dass sie ständig bettelt und bei Gelegenheit vom Tisch "stibitzt". Eine unausgewogene Ernährung fördert zudem Übergewicht beim ausgewachsenen Tier. Achten Sie darauf, dass Ihre Katze immer genug Frischwasser zur Verfügung hat, und sorgen Sie dafür, dass sie ihre Mahlzeiten in aller Ruhe einnehmen kann.

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